Für Pflegekräfte
Dieser Bereich richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, an Auszubildende und an Einrichtungen. Alles hier kommt aus der Praxis und ist so geschrieben, dass man es in der Anleitung, in der Übergabe und in Schulungen direkt verwenden kann.
Grundlagen für die Praxis
Expertenstandards
Alle Standards des DNQP kurz erklärt – und was sie im Alltag konkret bedeuten.
Prophylaxen
Die wichtigsten Prophylaxen im Überblick: Risiko, Zeichen, Maßnahmen – und die häufigsten Fehler.
Pflegeplanung
Der Pflegeprozess, PESR und SMART-Ziele – mit Formulierungshilfen und Beispielen.
PESR-Schema mit Beispielen
Jeder Buchstabe mit typischem Fehler, Risikoprobleme richtig formulieren, acht Beispiele vorher und nachher.
Pflegeziele formulieren
SMART, Nah- und Fernziele, Zielarten, vierzehn Beispiele und die Evaluation.
Pflegeplanung formulieren
Der Baukasten: Problem, Ziel und Maßnahmen selbst zusammenstellen – mit Check, der zeigt, was an der Formulierung noch fehlt.
SIS & Dokumentation
Das Strukturmodell verständlich: Eingangsfrage, sechs Themenfelder, Risikomatrix, Berichteblatt.
Ausbildung und Weiterentwicklung
Prüfungsvorbereitung
Was in der praktischen Prüfung wirklich zählt – und woran die meisten scheitern.
Prüfungssimulation
Sechs Fallsituationen durchspielen – und sehen, worauf ein Prüfer hinauswill.
Ausbildung & Beruf
Die generalistische Ausbildung, Voraussetzungen, Weiterbildungen und die wichtigsten Gesetze.
Auch für die Praxis nützlich
Vieles auf dieser Seite ist für Angehörige geschrieben – und gerade deshalb gut geeignet, um es Angehörigen in die Hand zu geben oder in einer Schulung zu verwenden:
- Delir – das am häufigsten übersehene Krankheitsbild im Krankenhaus und im Heim
- Schmerz im Alter – Erfassung auch bei Menschen, die sich nicht mehr äußern können
- Fixierungsfreie Pflege – Rechtslage, Alternativen und wie der Umstieg im Team gelingt
- Dekubitus & chronische Wunden
- Mangelernährung & Exsikkose
- Druckvorlagen – Pflegetagebuch und Notfallmappe lassen sich gut an Angehörige weitergeben
Wofür diese Seiten gedacht sind
Ich arbeite seit über zwanzig Jahren in der Pflege und bilde als Praxisanleiter aus – mehr über mich und meinen Hintergrund. Die Texte hier sind aus dem entstanden, was in der Anleitung immer wieder gebraucht wird – und aus dem, was regelmäßig falsch verstanden wird.
- In der Praxisanleitung. Die Seiten zu Prophylaxen und Expertenstandards sind so aufgebaut, dass man sie mit Auszubildenden durchgehen kann – Risiko, Zeichen, Maßnahmen, typische Fehler.
- Zum Nachschlagen im Dienst. Wenn im Spätdienst die Frage aufkommt, wie ein Berichteblatt korrekt geführt wird, hilft die Seite zur SIS schneller als das Handbuch im Schrank.
- Für die Prüfungsvorbereitung. Die Seite zur Prüfung beschreibt den Ablauf und die Stellen, an denen es erfahrungsgemäß hakt.
- Für Angehörigengespräche. Manchmal ist es einfacher, jemandem eine Seite zu zeigen, als im Flur zwischen zwei Klingeln alles zu erklären.
Ein Hinweis zum Verhältnis von Standard und Alltag
Expertenstandards und das Strukturmodell werden oft als Bürokratie erlebt – als etwas, das man erfüllt, weil die Prüfung kommt. Das ist verständlich und führt trotzdem in die falsche Richtung.
Der eigentliche Zweck ist ein anderer: Sie sollen sicherstellen, dass fachliches Wissen nicht davon abhängt, wer gerade Dienst hat. Ein gut geführtes Berichteblatt ist kein Selbstzweck, sondern der Grund, warum die Kollegin im Nachtdienst weiß, dass Frau M. seit gestern schlechter trinkt.
Deshalb sind die Texte hier so geschrieben, dass immer der Nutzen im Alltag danebensteht – nicht nur der Wortlaut der Vorgabe.
Und ein Punkt, der Auszubildende betrifft
Nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung stehen Auszubildenden mindestens zehn Prozent der praktischen Einsatzzeit als Praxisanleitung zu. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Vorgabe. Wer davon im Alltag nichts merkt, sollte es ansprechen – erst bei der Praxisanleitung, dann bei der Pflegeschule. Mehr dazu unter Ausbildung & Beruf.
Tobias Hoffmann – examinierter Pfleger, seit über 20 Jahren in der Altenpflege, Praxisanleiter und Qualitätsbeauftragter. Mehr über mich und woher die Inhalte kommen