Werkzeuge & Vorlagen
Manches lässt sich besser ausrechnen, ausformulieren oder ausdrucken als nachlesen. Hier findest du sechs Werkzeuge und sechs Vorlagen zum Ausdrucken – alle kostenlos, ohne Anmeldung und ohne dass Daten übertragen werden.
Rechner & Helfer
Sechs Werkzeuge, die im Browser arbeiten. Es werden keine Daten übertragen oder gespeichert – alles bleibt auf deinem Gerät.
Pflegegrad einschätzen
Selbsteinschätzung entlang der sechs Module der Begutachtung. Gibt eine Orientierung, welcher Pflegegrad realistisch ist – und zeigt, worauf der Gutachter schaut.
Leistungen berechnen
Was steht bei welchem Pflegegrad zu? Mit Kombinationsleistung, Tagespflege und allen Zusatzbeträgen – Stand 2026.
Eigenanteil im Heim
Was bleibt nach Leistungsbetrag und Leistungszuschlag monatlich selbst zu zahlen – mit den eigenen Zahlen aus dem Preisblatt und dem Verlauf über vier Jahre.
Fristen-Wecker
Beratungsbesuch, Entlastungsbetrag, Jahresbetrag, Widerspruch: die Fristen der nächsten zwölf Monate als Erinnerung im eigenen Kalender.
Prüfungssimulation
Für Auszubildende: sechs Fallsituationen, den Pflegeprozess selbst durchschreiben – mit zehn Prüffragen und den Stolpersteinen, auf die ein Prüfer hinauswill.
Pflegeplanung formulieren
Für Pflegekräfte: Problem nach PESR, Ziel mit Frist, Maßnahmen mit Zeitangabe – und ein Check, der zeigt, was an der Formulierung noch fehlt.
Vorlagen zum Ausdrucken
Alle Vorlagen sind auf Papier gedacht: Seite öffnen, auf „Drucken“ klicken, fertig. Menü, Kopf- und Fußzeile werden beim Drucken automatisch ausgeblendet.
Pflegetagebuch
Die wichtigste Vorbereitung auf die Begutachtung. Eine Woche dokumentieren – mit Feldern für Gewicht, Stürze und Schmerzen.
Notfallmappe
Alles, was der Rettungsdienst in drei Minuten braucht. Ausfüllen und an den Kühlschrank hängen.
Medikamentenplan
Übersichtlich nach Tageszeiten, mit Feld für den Grund der Einnahme – das fehlt auf den meisten Plänen.
Widerspruch Pflegegrad
Musterschreiben zum Abschreiben, plus Anleitung, wie man die Begründung nachreicht und was wirklich zählt.
Heimwahl-Checkliste
Zum Mitnehmen bei der Besichtigung. Die Fragen, die man vor Ort stellen sollte – und worauf man achtet, wenn niemand hinschaut.
Krankenhaus-Checkliste
Was mitkommt, was am ersten Tag zu klären ist und was am Entlassungstag in der Hand sein muss.
Was die Rechner können – und was nicht
Alle Werkzeuge geben eine Orientierung, keine verbindliche Auskunft. Das ist kein Kleingedrucktes, sondern wichtig für die Erwartung.
Der Pflegegrad-Rechner
Er bildet die sechs Module der Begutachtung nach und rechnet mit denselben Gewichtungen. Was er nicht kann: einschätzen, wie eine Gutachterin eine Situation vor Ort bewertet. Zwischen „überwiegend selbstständig“ und „überwiegend unselbstständig“ liegt Ermessen, und genau dort entscheidet sich oft der Grad.
Nützlich ist er trotzdem – aus einem anderen Grund als dem erwarteten: Er zeigt, worauf geschaut wird. Viele Angehörige denken bei Pflege zuerst an Waschen und Anziehen. Dass nächtliche Unruhe, das Nichteinhalten von Terminen oder die nicht selbstständige Medikamenteneinnahme genauso zählen, wird beim Durchgehen der Fragen zum ersten Mal klar.
Der Leistungsrechner
Er arbeitet mit den Beträgen, die für die soziale Pflegeversicherung gelten, Stand 2026. Privat Versicherte haben vergleichbare, im Detail aber abweichende Ansprüche. Und er rechnet die Ansprüche aus – was am Ende bei einem Pflegedienst oder Heim tatsächlich zu zahlen ist, hängt von den örtlichen Preisen ab.
Der Fristen-Wecker
Er rechnet die Fristen der nächsten zwölf Monate nach geltendem Recht aus – vorsichtig, also eher zu früh als zu spät – und legt sie als Datei in den eigenen Kalender. Was im Bescheid der Pflegekasse steht, geht vor.
Es werden keine Daten übertragen
Alle Rechner laufen vollständig im Browser. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung, nichts wird an einen Server geschickt oder gespeichert. Wenn Sie die Seite schließen, ist die Eingabe weg – deshalb lohnt es sich, das Ergebnis vorher zu notieren oder auszudrucken.
In welcher Reihenfolge das sinnvoll ist
- Erst einschätzen. Der Pflegegrad-Rechner zeigt, wo Sie ungefähr stehen und welche Bereiche überhaupt eine Rolle spielen.
- Dann dokumentieren. Ein bis zwei Wochen Pflegetagebuch – das ist der Teil, der bei der Begutachtung wirklich zählt.
- Antrag stellen. Formlos genügt, es zählt das Datum des Antrags, nicht das der Begutachtung. Siehe Pflegegrade & Leistungen.
- Nach dem Bescheid rechnen. Der Leistungsrechner zeigt, was mit dem zuerkannten Grad zur Verfügung steht und wie sich Pflegegeld und Sachleistung kombinieren lassen.
- Wenn nötig widersprechen. Ein Monat Frist – die Vorlage enthält Aufbau und Formulierungen.
Passend dazu
Downloads (PDF) · Vorlagen zum Ausdrucken · Pflegegrade & Leistungen · Pflegekosten · Häufige Fragen
Tobias Hoffmann – examinierter Pfleger, seit über 20 Jahren in der Altenpflege, Praxisanleiter und Qualitätsbeauftragter. Mehr über mich und woher die Inhalte kommen